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Mein Beruf ist meine Leidenschaft

SIGNA Projektentwicklerin Roberta Botti erzählt im Interview über ihren Ausbildungsweg und beruflichen Werdegang, die sie zu ihrem persönlichen Traumjob führten.

Portrait von Frau Botti
© Nina Kozak
Frau Botti, Projektentwicklerin bei SIGNA

Liebe Roberta, bitte erzähle uns kurz etwas zu deiner Person.

Ciao. Mein Name ist Roberta Botti. Ich wurde 1983 in Wien geboren, wuchs in Venedig und in Wien auf und spreche deshalb Deutsch und Italienisch fließend. Bereits in frühen Kindheitstagen habe ich von meinem venezianischen Vater, der als Bauunternehmer tätig ist, einiges von der Immobilienbranche mitbekommen. Was meine Fähigkeiten im Management betrifft, so ist meine österreichische Mutter ein großes Vorbild für mich.

Mein Beruf ist meine Leidenschaft. In meiner Freizeit engagiere ich mich aber auch nebenberuflich für die Architektur- und immobilienwirtschaftliche Forschung (Mitgliedschaft bei IPRE – Institute of Property Research). Während der Studienzeit habe ich bei Publikationen mitgewirkt und konnte bei der Organisation von Ausstellungen wertvolle Erfahrungen sammeln.

Das klingt sehr vielfältig. Welchen Ausbildungsweg hast du gewählt und weshalb?

Das nebenberufliche Engagement ist für mich wichtig, und ich konnte mir dadurch ein recht großes nationales wie internationales Netzwerk schaffen. Hier war das Studium an der Universität sicherlich richtungsweisend.

Meine Schulausbildung habe ich in Venedig am wissenschaftlichen Gymnasium mit Schwerpunkt Mathematik absolviert. Fächer wie Technisches Zeichnen, Kunstgeschichte und Mathematik haben rasch mein Interesse geweckt, und so entschied ich mich nach Abschluss der Schule für das Architekturstudium an der „Istituto Universitario di Architettura di Venezia“ und an der Technischen Universität Wien. Meine Schwerpunkte waren Hochbau, Schulbau, Wohnbau sowie Städtebau. Meinen Abschluss mit ausgezeichnetem Erfolg habe ich als „Dottoressa in Scienze dell’Architettura“ in Italien bzw. als „Diplom-Ingenieurin“ in Österreich gemacht.

Aber auch neben beziehungsweise nach der Universitätsausbildung habe ich laufend Seminare zu Projektentwicklung, Organisation und Team Building besucht – genauso wie jetzt im Rahmen meines Doktoratsstudiums.

“Die Österreichische Postsparkasse ist eine faszinierende Immobilie, und ich freue mich, eine so verantwortungsvolle Aufgabe für ein Architekturerbe übernommen zu haben.”

Otto Wagners Postsparkassengebäude, Immobilienprojekt von SIGNA
© SIGNA / Stefan Seelig
Otto Wagners Postsparkassengebäude

Wie sieht dein beruflicher Werdegang vor deiner Zeit bei SIGNA aus?

Ich bin seit 2003 sowohl in Österreich als auch in Italien in den Bereichen Architektur, Bauwesen und der Immobilienentwicklung beruflich tätig.

Bei SIGNA stieg ich vor etwa einem Jahr, konkret im Juli 2017, als Real Estate Manager ein. Zu Beginn begleitete ich das Projekt „Waltherpark“ in Bozen als Eigentümervertretung. Das Gesamtprojekt WaltherPark umfasst einerseits ein innerstädtisches Kaufhaus, ein Hotel und Wohnungen, andererseits auch Büroräumlichkeiten sowie umfangreiche Grünflächen mit umfassendem Verkehrskonzept.

Vor einigen Monaten habe ich dann die tolle Möglichkeit bekommen, die Projektentwicklung des von Otto Wagner geplanten Gebäudes „Österreichische Postsparkasse“ in Wien zu übernehmen.

Erzähle uns doch mehr von diesem Projekt, und welche Aufgaben bringt es mit sich?

Otto Wagners Postsparkassengebäude gilt als eines der Schlüsselwerke der Architektur des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude wurde von SIGNA im Jahr 2013 erworben. Mit dem Kauf der historischen Immobilie hat das Unternehmen ein großes Architekturerbe übernommen, das zu einem verantwortungsvollen und sorgfältigen Umgang verpflichtet.

Das Aufgabengebiet für mich als Projektentwicklerin ist sehr vielfältig: Zu Beginn erfolgte eine ausführliche historische und technische Recherche und Analyse des Bestandgebäudes. Es war für alle Beteiligten wesentlich zu wissen, nach welchen Plänen vor mehr als 100 Jahren gebaut wurde und welche Materialien dabei verwendet wurden.

Im Immobilien-Projektmanagement zeichne ich für eine zuverlässige Kostenschätzung sowie die Einhaltung von Zeitplänen und Qualitätsstandards mitverantwortlich. Die Kommunikation mit nationalen und internationalen Institutionen, Organisationen, Fach-Experten und externen Partnern machen das Aufgabengebiet sehr spannend.

Kassenhalle von der Otto Wagners Postsparkassengebäudes; Immobilienprojekt von Signa
© SIGNA / Stefan Seelig
Kassenhalle von Otto Wagners Postsparkassengebäude

Des Weiteren gibt es bei so einem großen Projekt ein externes Projektteam, welches zusammengestellt und mitkoordiniert werden muss: Projektsteurer, Architekten, Fachplaner, ausführende Firmen und Lieferanten. Auch die Betreuung bestehender und potenzieller Mieter zählt zu meinen Aufgaben.

Für mich als ausgebildete Architektin ist es natürlich auch sehr interessant, in den unterschiedlichen Planungsphasen der verantwortlichen Architekten und Fachplaner mitzuwirken und potenzielle Optimierungsmaßnahmen aufzuzeigen.

Damit alles nach Plan läuft, übernehmen wir die Bauherren-Aufsicht während der Ausführungsphase. Ich wirke auch bei Ausschreibungen und bei der Vergabe von Verträgen sowie bei der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes mit.

Das Reporting an die Geschäftsführung mithilfe von Monats- und Quartalsberichten sowie bei den wöchentlichen Jour Fixe Terminen gehören ebenfalls zu meinen regelmäßigen und wichtigen Tätigkeiten. Außerdem habe ich die Mit-Koordination des internen Teams – bestehend aus PR/Kommunikation, Marketing, Asset Management, Vermietung, Finanzierung, Buchhaltung und Controlling – inne.

Die (Mit-)Organisation von kulturellen Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen im Gebäude sowie Kooperationen im Rahmen des Gedenkjahres Otto Wagners und das Verfassen wissenschaftlicher Beiträge runden mein Aufgabengebiet ab.

Was sind die Highlights in deinem Job, Roberta?

Die Österreichische Postsparkasse ist eine faszinierende Immobilie, und ich freue mich, eine so verantwortungsvolle Aufgabe für ein Architekturerbe übernommen zu haben. Ich betreue das Projekt durch alle Entwicklungsphasen – das ist sehr abwechslungsreich, denn man kann den ganzen Projektentwicklungszyklus mitverfolgen und verliert niemals den Blick auf das große Ganze.

Zudem bin ich stolz, für SIGNA arbeiten zu dürfen. Der Unternehmensgründer René Benko ist für mich ein großes Vorbild im täglichen Arbeitsleben.

Eines meiner Highlights ist auch die sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen, wie z.B. mit Geschäftsführung, Projektleitung, Asset Management, PR/Kommunikation und dem Controlling Team.

Was war dein bisher schönster Moment bei SIGNA?

Sehr schön war das Angebot und die Möglichkeit, das Postsparkassengebäude, diese Architekturikone von Otto Wagner, dem Visionär der Moderne, betreuen zu dürfen.

Schön gesagt. Nun noch eine letzte Frage: SIGNA für dich in drei Worten?

Qualität, Dynamik und Erfolg.

Vielen Dank für das spannende Interview.

Grazie per il vostro interesse!